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Die Digitalisierung des Versicherungsmaklers

Nach der Industrialisierung der Versicherungsbranche - immerhin mit deutlichem zeitlichem Versatz zu anderen Branchen - hat uns nun die Digitalisierung seit Beginn der 2010er Jahre fest im Griff. Ein einheitliches Verständnis der Digitalisierung, gibt es bis heue allerdings nicht. Vielmehr muss man zwischen den einzelnen Betrachtungswinkeln differenzieren. Viele Versicherungsgesellschaften optimieren die Schnittstellen zum Kunden. Die Versicherer versuchen, dem Kunden online ein kaufbares Produkt anzubieten und möglichst Medienbrüche zu vermeiden. Zum Teil kann man den Eindruck gewinnen, dass der Vermittler bei dieser eindimensionalen Betrachtungsweise bei der Interaktion zwischen Versicherer und Endkunde gar nicht mehr stattfindet bzw. stattfinden soll. Gerade dann, wenn die Portale nur eine Kommunikation zwischen Kunden und Versicherer zulassen.

Von einem modernen „digitalen Prozess“ kann vielmehr erst dann gesprochen werden, wenn der Prozess an sich dem Medium folgt und entsprechend modelliert wurde. So haben durchaus digitale Versicherungsmakler ihre Daseinsberechtigung, wenn diese einen Mehrwert für das angesprochene Klientel bereithalten. Der Makler ist gut beraten, wenn er - nach wie vor - die Schnittstelle zwischen Kunden und Versicherer besetzt. Früher analog - heute halt digital. Hier sind z.B. das Verwalten und Hinzufügen von bestehenden Verträgen „auf Knopfdruck“ genannt oder das intuitive und auch für den Versicherungslaien verständliche Vergleichen von Alternativen oder die Unterstützung im Schadensfall. Es ist daher nicht verwunderlich, dass sich der Marktanteil von eben solchen Versicherungsmaklern stetig ausweitet - zumindest im B2C-Geschäft. Aber auch hier liegt der Fokus eher in der Interaktion des Maklers zu seinem Kunden. Blickt man hinter den Kulissen in die Verwaltung der als digital geltenden Maklern, kann man durchaus noch viele manuelle und händische Prozesse beobachten, die so oder so ähnlich auch beim „Makler um die Ecke“ anhand von Papierakten bewältigt werden. Die für den Kunden erlebbare Digitalisierung wird durch analoge Prozesse teuer erkauft und letztendlich ein wenig vorgegaukelt.

Und wie sieht es nun beim Versicherungsmakler aus, der sich auf das industrielle oder gewerbliche Geschäft spezialisiert hat? Oft haben viele Akteure versucht, sich der notwendigen Digitalisierung zu entziehen. Man argumentierte mit dem „Peoples-Business“, welches seit über 100 Jahren auf den persönlichen Kontakt setzt. Auch sei eine Standardisierung, wie sie im B2C-Geschäft an Bedeutung gewinnt, im industriellen und gewerblichen Umfeld nicht gegeben. Die zu versichernden Risiken seien einfach zu heterogen und bedürfen daher einem manufakturähnlichen Herstellungsprozess. Ist diese Aussage korrekt? Ein klares Jein. So zumindest positioniert sich Christian Riffner, CEO. „Wenn man die Digitalisierung ebenfalls nur eindimensional versteht, wie viele Marktteilnehmer im B2C-Geschäft, könnte dies teilweise zutreffend sein. Industrieunternehmen werden auf absehbarerer Zeit Ihre Risiken nicht autark online verwalten. Hier wird dauerhaft der kompetente und spezialisierte Versicherungsmakler von Nöten sein.


Wie sieht es aber bei der internen Verwaltung der Industrieversicherungsmakler heute aus? Ingo Trosiner führt dazu aus, dass es ähnliche Verwaltungsprozesse gibt, wie bei den Privatversicherungsmaklern, nur dass zusätzlich auch die Schnittstelle zum Versicherer und zum Kunden häufig noch immer analog ist. Die Digitalisierung eines Industrieversicherungsmaklers muss daher mehrdimensional erfolgen. Sie sollte sich primär der Optimierung interner Prozesse und das Heben von Effizienzen widmen. Hier bestehen nicht zu unterschätzende Potentiale. Welche Prozesse hat der Freiburger BI- und Plattform-Spezialist vor Augen? Neben Standardprozessen, die bei allen Versicherungsmaklern gleich sind - wie z.B das Anlegen von Kundenstammdaten, Urlaubsgewährung, Erfassung von Arbeitsunfähigkeiten, Buchung von Dienstreisen, gibt es natürlich einige Besonderheiten: So werden z.B. im Renewal-Prozess große Verträge oder Flotten regelmäßig ausgeschrieben. Bei Pools, bei großen Versicherungsmaklern oder auch bei Inhouse-Brokern, gibt es häufig auch eigene Bedingungswerke bis hin zur eigenen Tarif- oder Kollektivkalkulation. Diese Spezialprozesse werden vornehmlich manuell mit hohem Personaleinsatz bewerkstelligt. Auch das Monitoren dieser Prozesse bis hin zum Management-Reporting gestaltet sich komplex und zeitraubend. Hier setzt die moderne Digitalisierung von internen Prozessen eines Versicherungsmaklers an.

Die novofactum hat mit ihrem speziellen und dezidierten Know-How aus der Versicherungsbranche alle relevanten Prozesse geschäftsvorfallbasierend digitalisiert und stellt sie auf einer Plattform zur Verfügung. Wie funktioniert eine solche Plattform und was ist letztendlich der große Nutzen?

Die Plattform kann grds. an sämtliche vorhandene Quellsysteme (z.B. Maklerverwaltungsprogramme wie OASIS, AMS) andocken und kommuniziert dank eigens dafür erstellten Konnektoren. Auch hier empfiehlt sich eine mehrdimensionale Betrachtungsweise, denn die Konnektoren können bei Bedarf nicht nur lesen, sondern ermöglichen auch das Schreiben in die Quellsysteme. Der Mitarbeiter arbeitet nur noch mit der Plattform und im Hintergrund werden Verwaltungsprogramme und Vergleichsrechner genutzt. Durch ein wegweisende Single-Sign-On-Technologie ist nur ein einziges Anmelden erforderlich. Egal ob es sich nun um Standard-Sachverhalte handelt oder um komplexe Prozesse wie das jährliche Renewal oder eine Bedarfsprämienkalkulation, alles wird prozessual und digital gesteuert und ist nur wenige Mausklicke entfernt.




Die Plattform hält zudem zahlreiche Reports, z.B. zur Bestands-, Courtagen-, Schaden- und Prämienentwicklung bereit und verarbeitet dabei selbst Millionendaten in Echtzeit. Diese Komponenten, die man als „Business-Intelligence-Lösungen“ bezeichnet, wurden eigens von der novofactum für die Versicherungsindustrie entwickelt.

Viele Spezialisten bei den Maklern kennen den Sachverhalt, dass für ein kurzfristig anberaumtes Meeting zwischen der Geschäftsleitung und der Versicherung Ad-Hoc-Berichte innerhalb kürzester Zeit geliefert werden müssen. „Was wäre, wenn diese Berichte auf Knopfdruck mit einem validen Ergebnis zur Verfügung stehen? Und das nicht einmal in fünf Minuten!“, fragt Arne Jehle, der COO der novofactum.



Letztendlich erhält der Makler nicht nur eine sehr effiziente Prozesslandschaft, sondern er erhält Zeit für sein Core-Business: Die Beratung seiner Kunden in Versicherungsangelegenheiten!